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LINKEN-Politikerin fordert hartes Vorgehen gegen rechte Fußballfans

Fans des Chemnitzer FC bezeichneten Geschäftsführer der zweiten Mannschaft des FC Bayern als »Judensau«

  • Lesedauer: 2 Min.

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Fanblock des Chemnitzer FC.
Fanblock des Chemnitzer FC.

Chemnitz. Nach rassistischen und antisemitischen Äußerungen von Fußballfans des Chemnitzer FC hat die LINKEN-Politikerin Kerstin Köditz ein konsequentes Vorgehen gegen Rechtsextreme in der sächsischen Fanszene gefordert. »Wir sehen bisher bei der Staatsregierung kein Konzept, dieses Problem grundlegend anzugehen«, sagte Köditz am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Nur wenn etwas Konkretes passiere, werde auch darüber gesprochen. Gerade die Entwicklung in Chemnitz sei eine »Katastrophe«.

Köditz erinnerte daran, dass im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines Mannes beim Chemnitzer Stadtfest am 26. August 2018 Mitglieder der Hooligan-Gruppierung Kaotic Chemnitz zu einem ersten Protestmarsch aufgerufen hatten. Für die Tötung werden Flüchtlinge verantwortlich gemacht, in den Tagen danach kam es in Chemnitz zu Angriffen auf Migranten. Im März trauerte man beim CFC öffentlich über den Tod eines bekannten Hooligans und Rechtsextremisten. Während des 2:2 bei Bayern München II am Wochenende hatten CFC-Anhänger nach Angaben des Clubs Geschäftsführer Thomas Sobotzik als »Judensau« beschimpft.

Lesen Sie hier: Nicht nur in Chemnitz: Rechte Hooligans sind über Stadtgrenzen und den Fußball hinaus gut vernetzt.

Der Deutsche Fußball-Bund kündigte derweil eine Untersuchung der Äußerungen über Sobotzik an. »Dinge dieser Art sind widerlich und haben auf dem Fußballplatz nichts verloren«, sagte Wolfgang Zieher, der dem DFB-Kontrollausschuss angehört. Neben der Beschimpfung von Sobotzik sollen rassistische Beleidigungen gegen Spieler gerufen worden sein. Einige Chemnitzer Fans sollen sich mit dem Ruf »Daniel Frahn ist wenigstens kein Neger« mit dem ehemaligen Kapitän der Mannschaft solidarisiert haben. Der Chemnitzer FC hatte sich erst vor Kurzem von Frahn getrennt. Grund waren Hinweise um Verbindungen des Spielers in die rechtsextreme Szene. Agenturen/nd

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