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Raus aus dem Tunnel

Dogan Akhanlı erhält in Weimar die Goethe-Medaille und endlich ist sein Roman »Madonnas letzter Traum« übersetzt

  • Von Stefan Berkholz
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Diesen Mittwoch erhält der Schriftsteller Doğan Akhanlı in Weimar die Goethe-Medaille, die jedes Jahr an Goethes Geburtstag verliehen wird. Neben Akhanlı erhalten sie die im Iran geborene Filmemacherin Shirin Neshat und der mongolische Verleger und Publizist Enkhbat Roozon. Zu Akhanlı bemerkte die Jury: »Es gibt Persönlichkeiten, die nicht schweigen können, wenn es um Gerechtigkeit geht«.

Vor rund einem Jahr war er in Spanien verhaftet worden, auf Betreiben der türkischen Regierung, die Interpol Gang gesetzt hatte, um ihre türkischstämmigen Kritiker zu verfolgen. Der PEN bezeichnete das Verfahren gegen Akhanlı als »eindeutig politisch motiviert«. Nach internationalen Protesten konnte Akhanlı im Oktober wieder nach Deutschland zurückkehren, wo er seit 1991 lebt. 1957 in der Türkei geboren, war er als Linker mehrfach in seiner Heimat wegen inhaftiert worden und schließlich nach Deutschland geflüchtet.

Nun ist sein wichtigster Roman »Madon...


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