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Ein Tisch, keine Schlachteplatte

Hendrik Lasch über Debatten in der sächsischen LINKEN nach der Wahl

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: 2 Min.

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Rico Gebhardt, Spitzenkandidat der LINKEN, gibt seine Stimme für die Landtagswahl ab.
Rico Gebhardt, Spitzenkandidat der LINKEN, gibt seine Stimme für die Landtagswahl ab.

In Thüringen wird am 27. Oktober der Landtag gewählt. Muss und darf man in Sachsens LINKE so lange die Füße ruhig halten? Dort steht drei Wochen später der Landesvorstand der Partei zur Wahl - einer Partei, die nach der eigenen Landtagswahl in einer existenziellen Krise steckt. Die Fraktion ist halbiert; bewährte Strukturen rund um die Abgeordnetenbüros stehen vor dem Zusammenbruch. Und das, obwohl die LINKE schon jetzt jenseits der Großstädte nahezu auf Zwergenmaß geschrumpft ist.

Die Frage, wie man damit umgeht, muss gestellt werden; ebenso die Frage, wie es dazu kommen konnte. Die jetzige Landeschefin wurde 2017 nicht zuletzt gewählt, weil sie eine Offensive im ländlichen Raum versprach. Was ist davon geblieben? Was war überhaupt zu erreichen? Und was ist nun, unter viel mieseren Bedingungen, noch zu retten? Schwierige Fragen, die in nur drei Wochen kaum fundiert zu beantworten wären.

Die Debatte muss also beginnen. Wer Ideen hat, soll sie auf den Tisch legen - der damit ja nicht automatisch zur »Schlachteplatte« wird. Die Regionalkonferenzen im Oktober sind ein guter Ort, um darüber ernsthaft zu streiten. Und wer meint, es besser zu können als die jetzige Chefin, soll und muss sich dort vorstellen. Eine Gegenkandidatur erst in letzter Minute wie vor zwei Jahren würde dem Ernst der Lage nicht gerecht.

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