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Es geht nicht um Afghanistan

Alexander Isele über den Abbruch der US-Gespräche mit den Taliban

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 2 Min.

Nordkorea, Iran, Israel/Palästina, China und Afghanistan - geht es nach US-Präsident Donald Trump, so bedarf es nur einiger direkter Gespräche mit dem selbst ernannten größten Deal-Maker aller Zeiten, und schon sind alle Probleme dieser Welt gelöst.

Doch knapp drei Jahre nach seiner Wahl bleibt von all den angekündigten großartigen Vereinbarungen nicht viel übrig. Dass Trump bei den Gesprächen mit den Taliban nun die Reißleine zieht, sollte angesichts der laufenden Terroranschläge keine Verwunderung auslösen.

Für Verwunderung sollte vielmehr sorgen, dass der US-Präsident überhaupt an der afghanischen Regierung vorbei mit den Taliban verhandeln ließ. Das Kalkül des versagenden Deal-Makers, nach einem US-Truppenabzug würden sich Kabul und Taliban schon friedlich einigen, war von Anfang an mehr als gewagt. Trump dürfte klar sein, dass ein allein mit den Taliban ausgehandeltes Einlösen eines Wahlversprechens - nämlich das Heimholen der US-Truppen - kaum Bestand haben dürfte. Im anstehenden Wahlkampf wäre es jedoch ein gefundenes Fressen für die US-Demokraten, wenn der im Stich gelassene Verbündete in Kabul von den Taliban überrannt werden würde.

Und so wird in und mit Afghanistan wieder einmal aus verschiedensten Erwägungen heraus Politik gemacht. Nur aus einer heraus nicht: Dem Willen, dem Land aus dem seit Jahrzehnten währenden Krieg herauszuhelfen.

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