Amputierter Laokoon vervollständigt

Zwei Sonderausstellungen in Rom erinnern an den vergessenen deutschen Archäologen Ludwig Pollak

  • Von Ronald Sprafke
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Ludwig Pollak, Gemälde von Fritz Werner, 1925 Abb.: Museo Barracco, Rom

Ein rechter Arm machte ihn berühmt. Unter »allerlei alten Marmorfragmenten« entdeckte Ludwig Pollak diesen 1905 bei einem Steinmetz in Rom. Er betrachtete den marmornen Arm eingehend und kaufte ihn dann. Er war sich sicher: Vor ihm lag ein originales Fragment der berühmten antiken Laokoon-Gruppe.

Pollak, 1868 als Sohn eines jüdischen Kaufmannes in der Josefstadt, dem jüdischen Viertel von Prag, geboren, hatte Archäologe und Kunstgeschichte studiert und sich nach ausgedehnten Studienreisen zu antiken Stätten in Griechenland, Italien, Ägypten und dem Orient in der Ewigen Stadt am Tiber niedergelassen. Seine umfassenden Kenntnisse der antiken Kunst und Kultur öffneten ihm die Türen von Museen und Privatsammlungen; er bekam Zutritt in Stiftungen und Institute, bewegte sich in Palästen und Villen römischer Adliger und internationaler Gäste.

Die Laokoon-Gruppe hatte man 400 Jahre zuvor auf dem Esquilin ausgegraben. Sie zeigt den tr...

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