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Mutmaßlicher Brandstifter ist polizeibekannt

Der gefasste Verdächtige, dem verschiedene Autobrände zur Last gelegt werden, ist ein bekannter Täter aus der rechtsextremen Szene.

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: 2 Min.

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Vier ausgebrannte Autos stehen am 21.04.2017 in Berlin-Neukölln. In der Hauptstadt sind seit Jahresbeginn 151 Autos in Brand gesteckt worden.
Vier ausgebrannte Autos stehen am 21.04.2017 in Berlin-Neukölln. In der Hauptstadt sind seit Jahresbeginn 151 Autos in Brand gesteckt worden.

Bei dem nun von der Polizei festgenommenen mutmaßlichen Serienbrandstifter soll es sich laut des »Checkpoint-Newsletters« des »Tagesspiegels« um Marcel G. handeln, der vor einigen Jahren als Redner der rechtsextremen »Bärgida«-Aufmärsche in der Hauptstadt aufgetreten ist. Der mutmaßliche rechtsextreme Autozündler war bereits 2016 in Berlin als Serienbrandstifter festgesetzt worden. In dem seinerzeit folgenden Strafverfahren erklärte G. laut der »Berliner Morgenpost«, dass er seine Taten der linken Szene in die Schuhe schieben wollte. Sein persönliches Motiv war offenbar Rache. In der linksradikalen Szene war seinerzeit spekuliert worden, dass G. ein Spitzel der Polizei oder des Verfassungsschutzes gewesen sein könnte. Diese Mutmaßungen stritten die Innenbehörden stets ab. Gegenüber dem »Tagesspiegel« wollte die Polizei den Namen auch in den aktuellen Brandstiftungsfällen nicht bestätigen.

Offiziell bekannt ist: Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft haben die Aufklärung einer Brandserie an Fahrzeugen bestätigt. Demnach konnte durch die Arbeit der »Ermittlungsgruppe Nachtwache«, die zur Aufklärung der Autobrände eingesetzt wurde, die Serie aufgedeckt werden. Als Serientatverdächtiger gilt ein 30-jähriger Mann, der am 6. August in Hamburg bei einer Brandstiftung auf frischer Tat festgenommen werden konnte. Gegen den bereits einschlägig verurteilten Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Er gab nach Angaben der Behörden darüber hinaus drei Brandstiftungen in Berlin zu. Im Zuge der weiteren Ermittlungen soll zudem geklärt werden, ob dem Beschuldigten 28 weitere Taten in Berlin nachgewiesen werden können.

Die Ermittlungsgruppe Nachtwache wurde unterdessen aufgelöst. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lobte die Arbeit der Beamten. Die GdP forderte zudem den dauerhaften Einsatz von solchen Einheiten, die stadtweit gegen Autobrandstiftungen und Profilierungsfahrten vorgehen sollen.

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