Antikes Anthropozän

Die Menschheit verändert seit 4000 Jahren das Gesicht der Erde. Landwirtschaft und Urbanisierung trugen besonders dazu bei.

  • Von Andreas Knudsen
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Jährlich werden Hunderte archäologische Untersuchungen publiziert, allen gemein ist, dass sie sich auf einen speziellen Zeitabschnitt oder ein begrenztes geografisches Gebiet konzentrieren. Um die großen Muster zu erkennen, muss man jedoch gelegentlich den Blick von den einzelnen, sorgsam freigelegten Puzzlesteinen lösen. Dies war das Anliegen des ArchaeoGlobe-Projekts, an dem 255 auf Landwirtschaft und Raumnutzung spezialisierte Archäologen beteiligt waren. Ihre Forschungen sollten klären, seit wann der Mensch in der Lage ist, seine Umwelt großräumig umzugestalten. Den Hintergrund der Studie bildete die Diskussion um den Beginn des Anthropozäns, des jüngsten geologischen Zeitalters, in dem der Mensch als naturverändernde Kraft auftritt. Geologen und Klimaforscher sind sich weitgehend einig, dass dieses Erdzeitalter mit der industriellen Revolution und dem damit verbundenen rapiden Anstieg des CO2-Ausstoßes begann. Auch die Zündung der...

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