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Mit der Kamera im Karussell

Ella Bergmann-Michel

  • Von Stefan Ripplinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wir leben abstrakt und malen wieder gegenständlich«, schrieb die Künstlerin Ella Bergmann-Michel (1895-1971) nach dem Zweiten Weltkrieg an ihren Freund, den Dadaisten Kurt Schwitters. »Doch wer weiß, trotzdem, wenn die Welt wieder gegenständlich wird, musst du wieder abstrakt malen.« Mit diesen ironischen Zeilen lässt sich das künstlerische Unternehmen der Bergmann-Michel gut zusammenfassen. Sie will sich der Welt in ihrer ganzen Gegenständlichkeit nähern, aber gerade deshalb nicht am Gegenständlichen kleben bleiben. So erkunden ihre frühen Zeichnungen und Collagen Leben und Welt, aber bedienen sich abstrakter Methoden, die sie aus der Naturwissenschaft entlehnt hat. Und umgekehrt ist selbst in ihrem gegenständlichsten Werk, den Fotos und Kurzfilmen, ein Zug ins Abstrakte unverkennbar. Ihre Filme, allesamt Anfang der dreißiger Jahre entstanden, sind nun in Berlin zu bestaunen.

Madeleine Bernstorff hat ein Programm kuratiert, das das sch...


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