Werbung

Die Mär vom arbeitslosen Syrer

Stefan Otto über die Fortschritte bei der Integration von Geflüchteten

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Integration: Die Mär vom arbeitslosen Syrer

Drei von vier Syrern in Deutschland leben von Hartz IV, lautet die nüchterne Meldung. Das klingt negativ und suggeriert, dass sie in hohem Maße das soziale System in Deutschland belasten. Und das soll sie vermutlich auch. Denn die Anfrage an die Bundesagentur für Arbeit hat René Springer von der fremdenfeindlichen AfD gestellt. Hinzu muss gesagt werden, dass in diese Statistik auch jene mit eingerechnet werden, die einen Integrations- oder einen Berufssprachkurs machen. Oder die einen Minijob haben und zusätzlich noch auf Sozialleistungen angewiesen sind. Die reine Arbeitslosenquote bei Syrern lag im Juni dieses Jahres bei 44,2 Prozent.

Es gibt andere Meldungen über Flüchtlinge im Berufsleben mit einem anderen Duktus. Das Nürnberger Institut für Arbeit etwa stellte kürzlich fest, dass mittlerweile rund 400 000 Menschen aus den acht wichtigsten Herkunftsländern arbeiten. Im August 2018 waren es noch 306 000 Menschen. Das zeugt von beachtlichen Fortschritten bei der Integration von Geflüchteten. Natürlich braucht das Ankommen von Menschen aus einem anderen Kulturkreis Zeit. Aber auf längere Sicht könnten diese Neuankömmlinge einen wertvollen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in vielen Branchen leisten. Vielleicht muss der Gesundheitsminister dann auch nicht mehr ins ferne Mexiko reisen, um Pflegekräfte zu rekrutieren. Die Chancen stehen jedenfalls gut.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!