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Gründüngung ist gut für den Boden

Die Gartenkolumne

  • Von Peter Kollewe
  • Lesedauer: 2 Min.

Es ist nach wie vor zu trocken, viel zu trocken. Die 26 Liter Wasser, die unser Regenmesser nach dem letzten Guss anzeigte, sind nur wenig in den Boden eingedrungen. Nach zwei, drei Tagen ohne Wasser bleibt die Gründüngung etwa hocken. Also, Wasser marsch.

Mein Frau schwört auf Gelbsenf, der dort, wo Gurken, Bohnen und Kartoffeln wuchsen, nun einen grünen Teppich bildet. Und nicht nur das. Er und seine »Kollegen« sollen den Boden begrünen und das Erdreich lockern. Einige bilden sogar Nährstoffe und vertreiben Schädlinge.

Es sind vor allem Kreuzblütler wie Gelbsenf, Ölrettich und Winterraps oder auch Leguminosen wie Lupinen oder Klee, die man je nach Pflanzenart von März bis Oktober in den Boden bringen kann. Vor der Samenreife abgemäht kann man sie als Mulch auf der Fläche liegen lassen.

Für welche der herbstlichen Beetbesiedelung man sich entscheidet, ist jedermanns Sache. Eine Kombination von Gelbsenf und Lupinen macht optisch etwas her. Auf Klee beispielsweise verzichten wir, nachdem wir im folgende Frühjahr immer »Nachzügler« zupfen mussten. Man sollte vielleicht im Gartenmarkt Beratung suchen.

Was sind die Vorteile einer Gründüngung? Die Wurzeln der Pflanzen lockern den Boden tiefgründig. Einige können sogar Bodenverdichtungen aufbrechen. Und durch die Begrünung kahler Flächen wird das Wachstum von Unkraut unterdrückt.

Gründüngung aktiviert auch das Bodenleben. Der Humusanteil steigt, nicht schlecht fürs Gemüsebeet. Der Boden kann so mehr Wasser speichern. Einige Pflanzen können sogar Schädlinge im Boden eindämmen. Studentenblumen (Tagetes) etwa vertreiben Fadenwürmer (Nematoden).

Bis in den Oktober hinein kann man eine Gründüngung aussäen. Die Fläche wird wie für eine Rasenaussaat vorbereitet. Es ist also keine allzu große Mühe: Das gröbste Unkraut entfernen, den Boden mit einem Sauzahn durchziehen und die restlichen Erdklumpen mit der Harke zerkleinern. Anschließend wird das Saatgut breitwürfig von Hand oder, wer will, mit einem Streuwagen ausgebracht. Und: Wasser! Ein leichtes Feststampfen ist zu empfehlen, die Vögel warten schon.

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