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Eine Lehre in Sachsenhausen

Angehende Handwerker aus Bremen und Hennigsdorf helfen in der KZ-Gedenkstätte

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Der 22-jährige Taher Qasumi, der in Bremen eine Ausbildung zum Maurer absolviert, steigt in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen auf ein Baugerüst, schnappt sich eine Maurerkelle und beginnt, einen Riss aber der historischen Lagermauer auszubessern. Seine 33-jährige Kollegin Semra Kröger reicht ihm noch einen Eimer mit Mörtel. Dann nimmt sie sich selbst welchen und verputzt an einer Stelle kurz über dem Erdboden eine Fuge. Rund 2300 Meter ist die denkmalgeschützte Lagermauer insgesamt lang. Es ist immer etwas daran zu tun - jedes Jahr, wenn Lehrlinge aus dem Berufsschulzentrum an der Alwin-Lonke-Straße in Bremen nach Sachsenhausen kommen.

Nach den ausländerfeindlichen Anschlägen 1992 in Solingen und Mölln und den Krawallen in Rostock-Lichtenhagen im selben Jahr dachte sich Berufsschullehrer Hans-Joachim Gries, man müsse etwas tun. Ihm kam die Idee, seine Lehrlinge könnten bei der Sanierung der Gedenkstätte Sachsenhausen helfen und da...


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