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»Wir dachten, sie würden uns töten«

Wer in Kolumbien gegen Großkonzerne protestiert, gilt für den Staat schnell als Terrorist

  • Von Marie Frank, Yopal
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Jedes Gefängnis ist anders. Nicht immer ist es ein bewachter Sicherheitstrakt mit Zellen und Wärtern. Das Gefängnis von Miguel Rincón und Carmen Salcedo ist sehr hübsch, mit weißen Spitzengardinen und einer schwarzen Ledercouch samt Glastisch, auf dem das Hausmädchen Kaffee serviert hat. Bis vor Kurzem war dieser Ort für Miguel, Carmen und ihre beiden Söhne noch ein Zuhause, doch mittlerweile hat er sich für sie in einen Kerker verwandelt: Seit mehr als einem Dreivierteljahr steht das Ehepaar in Kolumbien unter Hausarrest, weil es beschuldigt wird, an den Protesten gegen das kanadische Erdölunternehmen Frontera Energy teilgenommen zu haben. In der Provinz Casanare, östlich der Anden, demonstrieren Bauern und Arbeiter*innen seit drei Jahren gegen den Großkonzern, dem sie vorwerfen, die Umwelt zu verschmutzen und seine Angestellten um Lohn und Brot zu bringen. Bis vergangenen November. Dann wurden Carmen und Miguel sowie sechs weitere an...


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