Die Toten reiten schnell

Vor 100 Jahren wurde in emotional aufgepeitschter Situation ein Attentat auf den Sozialdemokraten Hugo Haase verübt

  • Von Karsten Krampitz
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Der Parteivorsitzende der USPD, Hugo Haase, spricht vor Soldaten und Arbeitern auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, 1918.

Den einen galt er als Parteispalter, den anderen als inkonsequenter Sozialpazifist: Hugo Haase. Als Mitvorsitzender der SPD und ihrer Fraktion im Reichstag hatte er am 4. August 1914 die historische Erklärung abgeben: »Wir lassen in der Stunde der Gefahr das eigene Vaterland nicht im Stich …«. Die SPD stimmte den Kriegskrediten zu. Es war der Tag, an dem de facto die Geschichte der Sozialdemokratie endete, jedenfalls im Sinne Ferdinand Lassalles als eine organisierte Kraft der Arbeiterbewegung, die von bürgerlichen Einflüssen unabhängig war.

Die Historikerin Hedwig Wangenheim bescheinigt Haase ein gütiges Herz und ein ethisches Pflichtgefühl. Als Rechtsanwalt habe er Sozialdemokraten vor Gericht verteidigt, ohne Geld von ihnen zu verlangen. Nur habe er eben keinerlei staatsmännische Begabung gehabt. Sebastian Haffner beschreibt ihn gar als Melancholiker, dessen Schicksal es war, dauernd überstimmt zu werden und sich der Mehrheit zu füg...

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