Werbung

Klimaaktivisten setzen Protestaktionen fort

Polizei beginnt mit Räumung der Blockade von Potsdamer Platz in Berlin

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Etwa 150 Aktivisten von
Etwa 150 Aktivisten von "Extinction Rebellion" verharrten auch über Nacht am Potsdamer Platz.

Berlin. Klimaaktivisten haben am Dienstag die Blockaden von Straßen und Plätzen in Berlin fortgesetzt. Am Potsdamer Platz und am Großen Stern rings um die Siegessäule hatten Teilnehmer der Klimabewegung »Extinction Rebellion« (zu Deutsch: Rebellion gegen das Aussterben, kurz »XR«) die Nacht verbracht, was von der Polizei geduldet wurde.

Am Potsdamer Platz begann die Polizei dann am frühen Dienstagmorgen erneut mit der Räumung der Blockade und sprach Platzverweise aus, wie die Behörde auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. »Die meisten kommen dem nach«, hieß es. Mehrere Beamte befreiten mit Zangen die Demonstrierenden von Ketten und forderten sie auf, Holzhäuser abzubauen, die sie einen Tag zuvor aufgestellt hatten. Auch die Feuerwehr wurde angefordert, um angekettete Demonstranten loszulösen. Bereits am Montagnachmittag waren 480 Demonstranten von der Polizei weggetragen worden. Mehr als 150 Teilnehmer verharrten bis in die Nacht am Potsdamer Platz, nachdem die Polizei die Räumung abgebrochen hatte.

Die angekündigten Blockadeaktionen in der Hauptstadt hatten am Montag begonnen und sich auf den Großen Stern und den Potsdamer Platz konzentriert. »Extinction Rebellion« sprach von jeweils rund 2.000 Teilnehmern, die Polizei von jeweils mehreren Hundert. Dabei schwankten die Teilnehmerzahlen über den Tag hin stark. Laut Polizei verliefen die Proteste friedlich.

In den kommenden Tagen sind in Berlin weitere Blockaden geplant. Auch in anderen Großstädten weltweit wie London, Kapstadt und Madrid waren Proteste von »Extinction Rebellion« angekündigt. Zudem hat seit dem Wochenende neben dem Bundeskanzleramt ein sogenanntes Klimacamp mit Hunderten Aktivisten aus ganz Deutschland seine Zelte aufgeschlagen.

Mit ihren Aktionen will die Klimabewegung »Extinction Rebellion« den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Ziel des »Aufstandes gegen das Aussterben« seien bedeutend strengere Vorschriften als die von der Bundesregierung im Rahmen ihres Klimapaketes vereinbarten Maßnahmen, hieß es. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!