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Unschuldige Protestkunst

Erster Prozess wegen Adbusting wird gegen Auflagen eingestellt

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Wenn ich Ihnen einen Tipp geben darf: Wenn man schon Plakate austauscht, dann nimmt man die Originale nicht mit«, so die Richterin am Dienstag im bundesweit ersten Prozess wegen sogenannten Adbustings. Gegen die Auflage einer Geldzahlung von 1200 Euro oder 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit wird das Verfahren wegen Sachbeschädigung und schweren Diebstahls gegen den Angeklagten Giovanni S. eingestellt. Zuvor hatte der 35-Jährige Widerspruch gegen einen Strafbefehl von 3000 Euro eingelegt.

Adbusting ist eine Protestform, bei der Werbeplakate im öffentlichen Raum gezielt für politische Botschaften verändert werden. In diesem Fall ging es um neun Plakate, die der Gruppe »Dies Irae« zugeschrieben werden. Giovanni S. aus dem hessischen Marburg soll 2016 und 2017 in Berlin neun Werbeplakate aus Schaukästen entfernt und gegen eigene ausgetauscht haben.

Es ist bundesweit die erste Anklage wegen Adbusting, der öffentliche Andrang ist d...


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