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Bachs Märchen

«Wolgakinder» von Gusel Jachina ist ein mitreißender Roman über die frühere autonome deutsche Sowjetrepublik

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Großes Kino« - so werden im heutigen Literaturbetrieb gern Romane angepriesen, die Leser in die Lektüre hineinziehen, weil sie so emotional, so voller Leidenschaften sind. Solch Lob verortet man eher im Bereich des Unterhaltsamen, ja Trivialen. Auf Gusel Jachinas Schreiben aber trifft es zu, obwohl es einen ernsten Hintergrund hat: sowjetische Geschichte, tragisch und triumphal, blutig und doch lebensbejahend.

Schon in ihrem ersten Buch, »Suleika öffnet die Augen«, spürte man diesen Zusammenhang. Diese Autorin, 1977 geboren in Kasan (Tatarstan), vermag das Lichte und das Düstere zu integrieren, weil es für sie gleichermaßen Vergangenheit ist. Deren Erkundung hat mit eigener Herkunft zu tun. Vorbild für »Suleika« war ihre Großmutter, die Kindheit und Jugend in der Verbannung an der Ankara verbrachte. Den Roman hat sie ihrem Großvater gewidmet, der Deutschlehrer an einer Dorfschule war.

Wie der Schulmeister Jakob Iwanowitsch Bach aus Gna...


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