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Innovationsbilanz mäßig

Neue Medikamente bringen den Patienten häufig keine Vorteile, mitunter sogar stärkere Nebenwirkungen

  • Von Eric Breitinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Neue Medikamente taugen meist nicht mehr als bewährte Präparate. Dieses Fazit zieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) in Köln. Die Forscher des Instituts bewerten seit dem Jahr 2011 den Nutzen und Schaden von neuen Medikamenten, die in Deutschland auf den Markt kommen. So will es das Gesetz. Kürzlich zogen sie Bilanz: 166 der 288 überprüften Medikamente haben keine Vorteile gegenüber vorhandenen Therapien. Das sind immerhin 58 Prozent.

Das heißt: Die Hersteller konnten in Medikamentenstudien nicht nachweisen, dass ihre Arzneien das Leben der Patienten verlängern, die Lebensqualität stärker verbessern oder Symptome mehr lindern als erprobte Medikamente. Am schlechtesten schneiden laut einer IQWIG-Auswertung Psychopharmaka ab: Über 90 Prozent von ihnen bringen Patienten keine Vorteile, bei Mitteln gegen Diabetes sind es über 80 Prozent.

Für fünf Arzneimittel fanden die Forscher zumindest Anhalts...


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