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Was wir nie versucht haben

Der Antikoloniale Monat in Berlin will Kämpfe gegen Repression verbinden und aus dem nationalen Ansatz lösen.

  • Von Paul Dziedzic und Anna Gyapjas
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der 12. Oktober ist der symbolische Beginn der Geschichte des europäischen Imperialismus. Auf den amerikanischen Kontinenten wird der Tag, an dem Christoph Kolumbus vor mehr als 500 Jahren in der »Neuen Welt« vor Anker ging, teils bis heute als Kolumbus-Tag gefeiert. Daran, dass diese »Neue Welt« weder neu war, noch leer - vor 1492 lebten dort etwa 61 Millionen Menschen - erinnern an jedem 12. Oktober insbesondere indigene Gemeinschaften. Indem immer mehr Menschen aus Europa in »die Amerikas« migrierten und sich nach und nach das Land der indigenen Bevölkerung aneigneten, wanderte die Grenze sukzessive westwärts, und das Land wurde in »Eigentum« verwandelt, ein Prozess, von dem auch die europäische Wirtschaft profitierte. Europäische Grenzen wurden auch auf dem afrikanischen Kontinent gezogen. Am 15. November 1884 fand in Berlin die sogenannte Kongokonferenz statt, wo die europäischen Kolonialmächte beschlossen, den afrikanischen Konti...


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