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»Die Kunst hat sich ihren Weg gebahnt«

Rostocker Einrichtung bietet ostdeutschem Werk in Ausstellungen viel Raum

  • Von Joachim Mangler, Rostock
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Wiedervereinigung ist fast überall im deutschen Leben angekommen, die bildende Kunst hat sie offensichtlich ausgelassen - zumindest nach Meinung des Chefs der Rostocker Kunsthalle, Jörg-Uwe Neumann. »Es gibt eine deutsche Kunst und eine Ostkunst«, sagt er. Dabei seien unter »deutsch« die Werke von westdeutschen Künstlern zu verstehen oder von denen, die vor der politischen Wende den Sprung über die Grenze geschafft haben. Ostkünstler seien dagegen immer in einer Art Verteidigungs- oder Erklärungshaltung oder verschwanden in der Bedeutungslosigkeit.

Der 58-jährige Neumann verweist auf bekannte Künstler mit Ost-Wurzeln wie Georg Baselitz oder Gerhard Richter. »Sie müssen sich für nichts entschuldigen oder sich erklären. Sie sind im West-Verständnis Künstler«, sagt er. Auch wer in der DDR als Oppositioneller galt, werde milder angesehen, »aber vom Kunstmarkt auch häufig ignoriert«. Dann gebe es die, die im DDR-Kontext wahrgenomme...


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