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»Wir fangen erst an«

Als Willy Brandt Bundeskanzler wurde.

  • Von Heinz Niemann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Als einer der Kandidaten um den SPD-Parteivorsitz jüngst einen Satz aus der Regierungserklärung von Willy Brandt zitierend und dessen Stimme gekonnt imitierend, sagte: »Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein, im Inneren und nach außen«, brandete stürmischer Beifall auf. Der galt wohl weniger der Slapstickeinlage als der Erinnerung an eine Zeit, als die SPD bei einer Bundestagswahl 44 Prozent erhielt und Willy Brandt am 21. Oktober 1969 zum vierten Kanzler der Bundesrepublik gekürt worden war. Drei Jahren später, 1972, waren es gar 48,9 Prozent der Erststimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 91,1 Prozent. Erstmalig in der bundesdeutschen Geschichte hatten die bürgerlich-konservativen und rechten Parteien die gesellschaftliche Hegemonie verloren.

Nicht allein deswegen nehmen die 70er Jahre für die SPD eine Schlüsselrolle ein. Die zur Kanzlerpartei gewordene Sozialdemokratie stand vor mehreren Problemen: Das den Frieden nicht nur...


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