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Bernstein, überhöht

Zwei neue Bücher zu Leben und Bedeutung des sozialdemokratischen Theoretikers.

  • Von Christoph Jünke
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

In jeder Epoche, so einst Walter Benjamin, müssen die Überlieferungen auf ein Neues jenem machtvollen Konformismus abgezwungen werden, der sie stets zu überwältigen trachte. In unserer Epoche jedoch, die von einem zunehmenden Verfall dessen geprägt wird, was man einmal kollektives Gedächtnis nannte, stellt sich stärker denn je die Frage, von welchem Konformismus und von welchen Überlieferungen hier überhaupt die Rede ist.

Der Name Eduard Bernsteins jedenfalls, vor über hundert Jahren einer der bekanntesten und vertrautesten der sozialdemokratischen und sozialistischen Arbeiterbewegung, konnte nach Faschismus und Zweitem Weltkrieg seine Bedeutung und sein Gewicht nicht bewahren. Das schreibt nun Yuval Rubovitch in einem neuen, kleinen Bändchen, in der Reihe »Jüdische Miniaturen« bei Hentrich & Hentrich. Elegant und sachlich skizziert Rubovitch die Biografie dieses 1850 geborenen und 1932 gestorbenen linken Klassikers, der aus e...


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