Mit Baumhaus gegen Pläne zur Hafenerweiterung

In 40 Jahren hat sich am Rande des Hamburger Hafens ein besonderes Biotop entwickelt

  • Von Reinhard Schwarz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Völli bleibt«, so lautet die Parole einer Gruppe von Waldbesetzern am Rande des Hamburger Hafens. Gemeint ist der Vollhöfner Wald, eine etwa 45 Hektar große Fläche, in dem Besetzer ein Baumhaus errichtet haben. Das Areal, so groß wie ungefähr 65 Fußballfelder, gilt als Hafenerweiterungsgebiet. Der gesamte Hafen untersteht der Hamburg Port Authority, einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Auf der jetzigen Waldfläche sollen angeblich Lagerhallen für die Hafenlogistik entstehen.

»Die Hamburg Port Authority plant ab Herbst 2019 die Abholzung von circa 30 000 Bäumen auf einer unberührten Pionierwaldfläche«, heißt es in einer Erklärung der Klimaschutzinitiative Vollhöfner Wald. Die Brachfläche konnte sich in den vergangenen 40 bis 50 Jahren ungestört entwickeln und gilt Organisationen wie NABU und BUND als schützenswertes Biotop, in dem sich sogar seltene Fledermaus- und Vogelarten angesiedelt haben. Das Besondere: In diesem Gebiet des Bezi...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.