Werbung

Eine Ohrfeige für die Grünen

Stefan Otto über die Strategie des sächsischen CDU-Vorsitzenden

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.

Michael Kretschmer scheint noch immer im Wahlkampfmodus zu sein, dabei haben in Sachsen jetzt die Koalitionsverhandlungen begonnen. Der sächsische Ministerpräsident zieht über den angeblich ausgebrochenen »Ökomoralismus« her und schimpft über die Klimahysterie. In der Bevölkerung gebe es dagegen eine große Ablehnung, glaubt er. Damit bleibt er sich treu. Schon als die Berliner Koalition ihr Klimapaket vorgestellt hatte, griff er es frontal an: Er sprach bei der beabsichtigten CO2-Steuer, den verteuerten Flugtickets und einer Verbilligung der Bahntickets von »sehr rabiaten Maßnahmen«, behauptete, dass ein Großteil der Menschen damit überfordert sei. Kretschmer ist die Stimme am rechten Rand der CDU, der auch jene vertritt, die um den Zusammenhalt der Gesellschaft fürchten, wenn die Energiepreise stark steigen - auch wenn diese Sorge angesichts der zaghaften Vorschläge der Großen Koalition aus der Luft gegriffen ist.

Angesichts der unvermindert heftigen Rhetorik Kretschmers deutet nichts auf einen harmonischen Verlauf der Gespräche mit der SPD und den Grünen hin. Offensichtlich will er einen größtmöglichen Druck auf seine designierten Juniorpartner aufbauen. Ungewiss bleibt, ob die Grünen einknicken und ihre ausformulierten roten Linien - etwa in der Kohlepolitik - auch nach den Verhandlungen noch Bestand haben werden.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln