Katzengold lässt das Klima kippen

Bremer Forscher sehen Pyritvorkommen in den Kontinentalsockeln als Beschleuniger für das Ende der Eiszeiten

  • Von Ingrid Wenzl
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Pyrit, aufgrund seiner goldfarbenen Kristalle landläufig auch Katzengold genannt, ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral. Es besteht etwa hälftig aus Schwefel und Eisen, kann aber auch tatsächlich kleinere Mengen echten Goldes enthalten. Anders als das Edelmetall ist es jedoch nicht formbar und deutlich härter. In der Steinzeit verwendeten es unsere Vorfahren, um zum Entzünden von Feuer Funken zu schlagen, heute wird es für die Gewinnung von Schwefelsäure und Eisen genutzt. Pyrit war jedoch auch wichtig für geochemische Prozesse der Vergangenheit: Wie eine kürzlich im Fachblatt »Nature Geoscience« (DOI: 10.1038/s41561-019-0465-9) erschienene Studie zeigt, könnten seine Vorkommen im Kontinentalschelf, dem Sockel der Landmassen im Meer, in den letzten 2,6 Millionen Jahren eine zentrale Rolle für den Wechsel von den Eis- zu den Warmzeiten gespielt haben.

Bekanntlich lag der Meeresspiegel in den Eiszeiten über 120 Meter tiefer als h...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.