Hausgarten am Meeresboden

Seit 20 Jahren beobachten Wissenschaftler auf dem Boden des Polarmeeres die Auswirkungen des Klimawandels.

  • Von Gert Lange
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Das gibt es kein zweites Mal: einen Garten unter Wasser, noch dazu in der zeitweise eisbedeckten Framstraße, der Meerespassage zwischen Grönland und Spitzbergen. Im Grunde (nicht nur am Grund) verbirgt sich hinter dem Begriff »Hausgarten« ein Meeresobservatorium, das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Bremerhaven, seit nunmehr zwanzig Jahren betrieben wird.

Der »Hausgarten« erstreckt sich auf etwa 30 000 Quadratkilometern zwischen 78 und 80 Grad nördlicher Breite sowie 6 Grad westlicher und 11 Grad östlicher Länge. In einem Netzwerk von insgesamt 21 Stationen mit Wassertiefen zwischen 250 und 5500 Metern werden regelmäßig Proben gesammelt, wird gemessen, gezählt, analysiert. Während am Meeresboden verankerte Instrumente kontinuierlich Umweltparameter registrieren, finden andere Messungen nur bei den alljährlichen Expeditionen im Sommer statt, die meist mit dem Forschungseisbrecher »Polarstern« erfolg...


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