Wegschmeißen war gestern

Mit Gebrauchtwaren-Kaufhäusern will Berlin sein Zero-Waste-Ziel erreichen.

  • Von Tim Zülch
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Ganze 15 Tonnen Bekleidung sortieren wir hier wöchentlich«, erzählt Mario Weindl, während er auf Dutzende Säcke mit gebrauchter Kleidung zeigt, die in einem Extrabereich des Textilhafens an der Storkower Straße in Berlin-Prenzlauer Berg stehen. Fünf Mitarbeiter seien alleine mit Sortieren und Verkauf beschäftigt. Vor allem Bekleidung, aber auch kleinere Möbel werden in der ehemaligen Lagerhalle angeboten. Weindl ist seit der Eröffnung dabei und sichtlich begeistert von dem Gebrauchtwarenhaus.

Der Textilhafen ist als gemeinnützige GmbH eine hundertprozentige Tochter der Berliner Stadtmission. »Spenden zu bekommen, ist kein Problem«, sagt Weindl. Das Problem sei eher, dass sich die Spenden nicht mit der Nachfrage decken. »Wir haben 90 Prozent Damenbekleidung, brauchen aber 80 Prozent Herrenbekleidung. Vor allem an Herrenunterwäsche und Herrenschuhen mangelt es.« Auf die Kundschaft angesprochen berichtet er von einer Überraschung. Be...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.