Vom schwer erträglichen Alltag auf Lesbos

Zehntausende Geflüchtete erleben auf der griechischen Insel neben Not auch Solidarität

  • Von Claudia Jerzak und Carolin Philipp, Lesbos und Athen
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.
Auf Lesbos angekommen gibt es für viele Geflüchtete oft nur eines, das sie tun können: warten.

Die Nähmaschine rattert. Yasin* setzt mit ihrer Hilfe bunte Stoffstücke zusammen, darunter knallorangefarbene Teile. Es sind Überbleibsel von Rettungswesten, die es auf der griechischen Insel Lesbos im wörtlichen Sinne zuhauf gibt. Schon seit ein paar Monaten arbeitet der 28-jährige Pakistaner in der Werkstatt »Safe Passage«. Hier entstehen Laptoptaschen, Einkaufsbeutel und Portemonnaies, die international verkauft werden.

Material dafür gibt es auf der Ägäisinsel mehr als genug. Seit dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien kommen wieder vermehrt Geflüchtete. Notdürftig mit Rettungswesten ausgestattet setzen sie in unsicheren Booten aus der Türkei über. In den offiziellen Statistiken des Ministeriums für Bürgerschutz sind zwei Wochen nach dem Beginn der türkischen »Operation Friedensquelle« am 9. Oktober 2293 Menschen auf den griechischen Inseln gestrandet. Das gute Wetter und weniger Kontrollen auf türkischer Seite begünst...

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