Gegend und Gewalt

Antifaschismus, Nudelhersteller und rumänische Monarchisten: Das war das Leipziger Dokfestival

  • Von Günter Agde
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Das alte ND ist auch präsent bei der Spurensuche im Gewinnerfilm »Zustand und Gelände« von Ute Adamczewski

Das hätte zum Auftakt ein Paukenschlag auf der Leinwand sein können: die Eröffnung des Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm mit einem großangelegten politischen Pamphlet über das Innenleben des jährlichen Weltwirtschaftsforum in Davos.

In »Das Forum« reden Spitzenlobbyisten internationalen Zuschnitts und Politiker miteinander, gezeigt werden elegante Szenen elegant gekleideter Manager in einer eleganten Welt - und die malerische Schneelandschaft des Kantons Graubünden liefert die perfekte Hochglanzkulisse dazu. Was man in diesem Film von Marcus Vetter sieht, ist tatsächlich weit entfernt von allen sozialen Konflikten in der Welt. Es gibt viel allgemeines und unverbindliches Gerede, wie z.B. im O-Ton des Gründers und Leiters des Forums Klaus Schwab: »Wir sind in einem Wandel, der uns zwingt, grundsätzlich über unsere Existenz nachzudenken.« Das ist so richtig und so allgemein, dass wirklich jeder zustimmen könnte....

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