Werbung

Desaster mit Ansage

Stefan Otto findet, dass die Verkehrswende mehr als eine Antriebswende ist

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.
Verkehrswende: Desaster mit Ansage

Die Zahlen sind alarmierend: Derzeit gibt es in Deutschland mehr als 47 Millionen zugelassene Autos. So viele wie nie zuvor. Vor allem der motorisierte Straßenverkehr hat dazu beigetragen, dass der Bund seine UN-Klimaziele für 2020 verfehlen wird. Beim Autogipfel im Kanzleramt haben die Beteiligten nun vereinbart, bis 2030 sieben bis zehn Millionen E-Autos auf die Straßen zu bringen.

Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass die dringend benötigte Verkehrswende alleine mit E-Mobilität zu schaffen ist, dass es nur eine neue Antriebsart braucht und alles dann so weitergehen kann - die Blechlawinen schieben sich weiter durch die Städte; die großen Autobahnen bekommen noch einen weiteren Bypass, um den Verkehr bewältigen zu können. Das ist ein Desaster! Was es braucht, sind vielmehr alternative Konzepte. Städte wie Berlin geben hierfür derzeit wichtige Impulse: Dort wird der öffentliche Nahverkehr gestärkt, die Wege für Fußgänger werden sicherer, und Radfahrer erhalten mehr Platz auf den Straßen. Nötig ist ein Bündel an Maßnahmen, auch funktionierende Carsharing-Projekte gehören dazu.

Attraktiv sind diese Alternativen zum Pkw allemal. Schließlich werden überall dort, wo der öffentliche Nahverkehr funktioniert, wo es auf dem Land Bahnlinien in die Städte gibt, ganze Wohnorte aufgewertet.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!