Essayist und Aussenseiter

Eduard-Schreiber-DVDs

  • Von Günter Agde
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Er gehörte zu den (wenigen) Ausnahme-Filmern des DDR-Dokumentarfilms, denn die Struktur seiner Filme lag so völlig außerhalb des DDR-üblichen Kanons. Im Wesentlichen kennzeichnet sie ein freies, lockeres, assoziationsreiches Fabulieren durch Stoffe, Landschaften und Zeiten, eine nicht kausale, sondern frei flottierende Erzählweise, die auch oft mit Metaphern gespickt war. Ob Eduard Schreiber deshalb als einziger Filmessayist der DDR bezeichnet werden sollte, wie es die Edition seiner Werke auf DVD behauptet? Filme in seiner Manier haben auch andere gedreht.

Schreiber kam von der Literatur zum Film, promovierte in Leipzig über den »rasenden Reporter« Egon Erwin Kisch und arbeitete seit 1970 am DEFA-Studio für Dokumentarfilm. Die Nähe zur Literatur ist ihm geblieben, er übersetzt bis heute viel aus dem Tschechischen. Eine kunstvolle Mischung von Poesie und Nüchternheit bestimmt alle seine Filme. Die filmische Zubereitung seiner Einstellun...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.