Gerechtigkeit fängt bei den Toiletten an

In Mumbai gibt es 2800 öffentliche und kostenlose Toiletten für Männer – und keine einzige für Frauen. Supriya Sonar will das ändern.

  • Von Natalie Mayroth, Mumbai
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
In einfachen Wohngegenden teilen sich oft 100 Frauen ein Gemeinschafts-WC. Hier müssen sie sogar ihr eigenes Wasser mitbringen.

Als Supriya Sonar vor 30 Jahren im westindischen Goa aufwuchs, war die nächste Toilette fünf Gehminuten von ihrem Haus entfernt. Seitdem hat sich einiges geändert, dennoch ist der Zugang zu Toiletten nicht nur ein Problem im ländlichen Indien. Heute lebt Sonar in der Metropole Mumbai, wo es für Männer über 2800 kostenlose Urinale gibt, für Frauen keine einzige kostenlose Toilette im öffentlichen Raum. Grund genug für Sonar, sich für das »Recht zu pinkeln« einzusetzen. Und so gründete sie gemeinsam mit anderen Bürger*innen und über 30 NGOs die Bewegung »Right to Pee« (RTP).

Nach Zählung von »Right to Pee« ist nur ein Drittel der öffentlichen WCs in Mumbai für Frauen zugänglich. Und keines davon ist kostenlos. »Warum werden Frauen aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert?«, fragt Sonar beim Treffen in ihrem Büro in Mumbai. An S-Bahn-Haltestellen wurden Toiletten gar erst im Nachhinein geplant. Standardmäßig sind sie nur an Start- un...

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