Notwendige Arzneimittel für alle

Ob bei der Versorgung Obdachloser oder im täglichen Apothekenbetrieb: Pharmazeuten sehen Hilfsbedarf bei sozial Benachteiligten

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Einige Apothekerinnen und Apotheker machen sich Sorgen um Kranke, die keine, nicht ausreichende oder die falschen Medikamente bekommen. Das ist offenbar auch hierzulande möglich. Dann werden die Pillen seltener genommen als nötig, Ärzte geben kostenlose Proben ab, bei der Selbstmedikation wird verzichtet. Apotheker ahnen die mögliche Not, wenn Medikamente zwar bestellt, aber nicht abgeholt werden.

In welchem Umfang es an pharmazeutischen Therapien mangelt, das lässt sich nur vermuten - oder aus anderen Daten schlussfolgern. Im Herbstseminar des Verbandes der demokratischen Pharmazeutinnen und Pharmazeuten wurde diese Frage zunächst anhand sozialpolitischer Fakten untersucht. Für aktuelle Daten sorgte auf der Veranstaltung, die kürzlich in Berlin stattfand, in gewohnter Prägnanz Thomas Lampert vom Robert-Koch-Institut (RKI). Er leitet dort den Fachbereich »Soziale Determinanten der Gesundheit«. Der Soziologe verweist zunächst darau...


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