Märchen ohne Happy End

1:2 in Tschechien: Nur auf Umwegen könnte es Kosovo noch zur EM 2020 schaffen.

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Neun der kosovarischen Spieler, die am Donnerstagabend in Plzeň die Startelf im so wichtigen Match gegen Tschechien bildeten, waren noch gar nicht geboren, als im Herbst 1991 Eroll Salihu, aktueller Generalsekretär des Fußballverbands Kosovos, als Spieler des FK Priš-tina die jugoslawische Fußballliga verließ und mitmachte am alternativen Spielbetrieb in der aufständischen Region. Über das Kicken auf Bolzplätzen, Katz-und-Maus-Spielen mit der serbischen Polizei, einen Krieg sowie diplomatische Ächtung gelang zuletzt der Aufstieg zu einer kleinen Regionalmacht im Kampf mit dem Ball. Albanien und Montenegro, Bulgarien und Tschechien wurden bezwungen, gegen Dänemark ein Remis erreicht.

Am Donnerstagabend schien es 20 Minuten lang sogar, als könne der ganz große Coup gelingen. 0:1 lag Tschechien anfangs gegen die Auswahlmannschaft der jüngsten Nation Europas zurück - dank eines Flugkopfballs des in Österreich aufgewachsenen und für de...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.