»Deutsche wussten schon immer, was jüdische Identität zu sein hat«

Der Historiker Moshe Zuckermann über Auftrittsverbote und unsinnige Antisemitismus-Definitionen

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Moshe Zuckermann, geboren 1949 als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Israel, wuchs in Tel Aviv auf und zog 1960 mit seinen Eltern nach Frankfurt am Main, wo er auch studierte. Der Historiker und Soziologe leitete von 2000 bis 2005 das Institut für Deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv.

Herr Zuckermann, sind Sie sicher, dass die mit Ihnen geplante Veranstaltung zum Thema »Rechtsentwicklung in Israel und ihre Rezeption in Deutschland« am Samstag in Hamburg stattfinden wird? Raumverbote sind für Sie ja keine Seltenheit mehr.

Sicher kann ich mir in dieser Hinsicht auf keinen Fall mehr sein. Gegen Vortragende wie mich und meinesgleichen wurden in den letzten Jahren oftmals Verbote verhängt, in öffentlichen Räumen aufzutreten. In Hamburg wird das nicht der Fall sein. Doch in einigen anderen Städten gibt es sogar ein offizielles Auftrittsverbot.

In welchen Städten ist das der Fall, und wie werden die »Raumverbote« begründet?

In Frankfurt am Main und München beispielsweise. Es wird behauptet, dass meine Vorträge, in denen ich die Politik Israels oder auch den Zionismus kritisiere, antisemitisch seien. Komplementär dazu werde ich zuweilen als ein »sich selbst hassender Jude« dargestellt. Das verwundert nicht: D...

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