• Kultur
  • Braunschweig International Filmfestival

Eine Chiffre, aber wofür?

Niedersächsisch trist: Impressionen vom 33. Braunschweig International Filmfestival

  • Von Frank Schäfer
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Pure Selbstvergessenheit: Die Dokumentation »Mr. Jimmy« über den japanischen Jimmy-Page-Impersonator Akio Sakurai

Es gibt immer noch etwas Gemunkel in den Sälen darüber, dass der Trägerverein des Braunschweiger Internationalen Filmfestivals einige Woche vor dem Start den Vertrag des Leiters Michael P. Aust nicht verlängert hatte. Durch die zunehmende Zahl an Preisen und Reihen habe das Filmfest an Profil verloren, sagen manche. Ich denke mir meinen Teil. In jedem Verein gibt es Meier. Und Meier wissen viel und vieles auch viel besser - und wollen dann natürlich auch, dass die Vielbesserwisserei Gehör findet. Und wenn man dann als künstlerischer Leiter einmal zu oft mit den Schulter zuckt, dann wird zurückgezuckt, wenn neue Verträge anstehen.

Eine schöne Szene prägt sich einem gleich zu Beginn des Festivals ein. »Neon Heart«, das aus Szenenschnipseln montierte, mit Leerstellen operierende, die produktive Fantasie des Zuschauers ordentlich herausfordernde Langfilmdebüt des dänischen Regisseurs Laurits Flensted-Jensen bohrt einige dicke Bretter:...

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