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Die Pfadwanderin

Anab Mohamud hat ein Projekt für geflüchtete Frauen in Berlin aufgebaut.

  • Von Mascha Malburg
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Es war, als hätte ich hohe Mauern um mich, als ich nach Deutschland kam«, sagt Anab Mohamud. »Ich wollte mit niemandem hinter diesen Mauern sprechen.« 2014 floh die junge Frau alleine aus Somalia. Alles im neuen Land machte ihr Angst. »Ich war so verschlossen, dass ich nicht einmal an die Zukunft gedacht habe.« Demonstrativ hält sie ihre Hände wie Scheuklappen an das Gesicht. »Es ging nur darum, vorsichtig einen Fuß vor den anderen zu setzen.«

Heute sitzt Anab in dem offenen Büro der Berliner Frauenkreise. Sie trägt ein sandfarbenes Kopftuch, ihre Fingernägel leuchten orange. Ihr gegenüber sitzt Niki Drakos, sie ist Mitarbeiterin der Frauenkreise. Abwechselnd greifen die beiden in eine Schale mit Nüssen auf dem Tisch.

»Ich schwöre, Niki, ich schaue immer zurück und frage mich, wie ich das geschafft habe«, sagt Anab und lacht. Niki erinnert sich noch, wie Anab vor drei Jahren mit der Idee für ihr Projekt »Space2Grow« (Raum, um...


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