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17 Pokalsiege, zehn Meistertitel, ein Europapokalsieg - fast 30 Jahre nach dem Ende der DDR begegnen sich sechs ehemalige Oberligisten in der 3. Liga

Halles Stürmer Terence Boyd (r.) ist nach seinem Traumtor im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Duisburg nicht mehr zu halten.
Halles Stürmer Terence Boyd (r.) ist nach seinem Traumtor im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Duisburg nicht mehr zu halten.

Halle mit Traumtor zum Sieg

Terrence Boyd lupfte den Ball einmal kurz hoch und hielt dann aus gut 30 Metern einfach mal drauf. Was folgte, war reine Ekstase bei den Fans des Halleschen FC. Denn der Schuss des Stürmers in der 89. Minute senkte sich in den linken Torwinkel und der HFC hatte Spitzenreiter MSV Duisburg 1:0 besiegt. Boyd ist ein Platz in der Auswahl zum Tor des Monats sicher. »Ich habe seit Wochen Schmerzen beim Schießen wegen eines angerissenen Syndesmosebandes. Richtig cool, dass es geklappt hat«, sagte Boyd bei »Magenta Sport«. Für Halle war es der erste Heimsieg seit Ende August. Mit dem Erfolg rückte der HFC auf drei Punkte auf Duisburg ran, hatte aber mächtig Glück. Denn die besseren Chancen hatte der MSV. Leroy-Jacques Mickels und Moritz Stoppelkamp trafen nur den Pfosten, kurz vor Boyds Traumtor vertändelte Duisburg zudem eine großartige Konterchance.

Beck trifft wieder für Magdeburg

Seit über zehn Stunden hatte Christian Beck das Tor nicht mehr getroffen. Das Ende seiner Flaute brachte Becks herrlichen Schlenzer in der letzten Minute das 2:1 für den 1. FC Magdeburg bei der SG Sonnenhof Großaspach. »Das Tor war eine Genugtuung für mich. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben«, sagte Beck. Mit dem dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielen hat der FCM den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen hergestellt. Die Führung hatte Sören Bertram (32.) besorgt, der bei seinem Abschluss gefoult worden war und zunächst überhaupt nicht mitbekommen hatte, dass der Ball im Tor gelandet war. Panagiotis Vlachodimos (48.) war der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen.

Hansa beendet Sieglosigkeit

Nach zuvor drei Niederlagen in Serie wollte Hansa Rostock gegen die Würzburger Kickers einfach nur gewinnen. Egal wie. Da passte es ins Bild, dass ein Eigentor von Luca Pfeiffer (45.+1) für den Sieg der Rostocker sorgte. Ein Freistoß von Nik Omladic rutschte dem Würzburger beim Abwehrversuch über das Schienbein. »Das war ein Arbeitssieg. Wir wollten einfach nur gewinnen«, sagte Hansa-Profi Lukas Scherff. In der Schlussphase hätte Rostock durch Aaron Opoku erhöhen müssen, doch der Stürmer scheiterte an Kickers-Torwart Vincent Müller.

Chemnitz rettet Punkt

Das mäßige Spiel zwischen dem Chemnitzer FC und dem KFC Uerdingen lief erst in der Schlussphase richtig heiß. Beim 1:1 sah zunächst Ex-Nationalspieler Kevin Großkreutz (80.) die Gelb-Rote Karte. Kurz darauf bekam Uerdingen einen zumindest fragwürdigen Foulelfmeter, den Tom Boere (83.) sicher zur Führung verwandelte. Vier Minuten später sorgte Rafael Garcia dafür, dass der CFC nicht mit leeren Händen dastand. Ein sehenswerter Kopfball des Deutsch-Spaniers senkte sich ins Uerdinger Tor. »Wir kriegen einen lächerlichen Elfmeter gegen uns und holen dann wenigstens einen Punkt«, sagte Garcia.

Jena holt ersten Auswärtssieg

Der FC Carl Zeiss Jena kämpft weiter verbissen um den Klassenerhalt und hat nun sogar den ersten Auswärtssieg gefeiert. Der abgeschlagene Tabellenletzte gewann bei Bayern München II mit 3:2 und sammelte durch den Erfolg viel Selbstvertrauen. »Das war ein Lebenszeichen. Wir haben den positiven Trend der vergangenen Wochen bestätigt«, sagte Julian Günther-Schmidt. Der Stürmer (39.) hatte den FCC mit seinem Tor zum 2:1 erstmals in Führung gebracht. Zuvor hatte Ole Käuper (11.) das schnelle Münchner Tor durch Mickael Cuisance (9.) egalisiert. Nach dem Ausgleich durch Derrick Köhn (74.) brachte ein Freistoß von Nico Hammann (78.), den Paul Will ins eigene Bayern-Tor lenkte, aber trotzdem noch die drei Punkte für Jena. dpa/nd

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