CDU schluckt grüne Kröten

Aber keine Mehrheit für grün-schwarze Verwaltungschefin in Hamburg-Eimsbüttel

  • Von Reinhard Schwarz, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Jubel bei den einen, Entsetzen und Sprachlosigkeit bei den anderen: Der Versuch, im Hamburger Bezirk Eimsbüttel eine grün-schwarze Bezirksamtsleiterin zu wählen, ist fehlgeschlagen. Die Kandidatin von Grünen und CDU, Katja Husen (Grüne), erhielt nicht die erforderliche Mehrheit. Der amtierende Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) bleibt damit vorerst im Amt. Noch vor drei Jahren wurde er auch mit den Stimmen der Grünen in das Amt gewählt. Rein rechnerisch hatte es eigentlich sehr gut ausgesehen. Mit 19 Sitzen bilden die Grünen die stärkste Fraktion in dem Kommunalparlament, ihr Koalitionspartner, die CDU, hat neun Sitze. Mit insgesamt 28 Stimmen wäre es locker möglich gewesen, den amtierenden Verwaltungschef aus dem Amt zu hebeln. Doch die Kandidatin erhielt lediglich 25 Stimmen, eine zu wenig. Jetzt wird gerätselt, aus welcher Partei die »Abweichler« kommen.

Bei den Wahlen zu den Bezirksversammlungen im Mai dieses Jahres waren die Grüne...


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