Generalbundesanwalt zum Ermitteln getragen

Wenig Fakten, viele Vermutungen - Berliner Tiergarten-Mord soll nun auf höchster Ebene untersucht werden

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es geschah am 23. August 2019. In einem Berliner Park ist an jenem Freitag ein Mann namens Zelimkhan Khangoshvili unterwegs. Von hinten nähert sich ein Radfahrer. Dann fallen drei Schüsse. Eine Kugel trifft Khangoshvili in den Leib, zwei weitere werden aus kurzer Distanz auf den Kopf abgegeben. Das Opfer ist auf der Stelle tot. Ermittler kennen die Methode: So handeln Auftragskiller.

Der mutmaßliche Mörder wird kurz darauf gefasst. Er ist offenbar russischer Staatsbürger und soll von Moskau über Paris und Warschau nach Deutschland eingereist sein. Ein Reisepass, den er bei sich führte, weist ihn als Wadim Sokolow aus. Doch den Mann, so ergaben Recherchen der in London ansässigen Enthüllungsplattform »Bellingcat«, gibt es nicht.

Jetzt will offenbar Generalbundesanwalt Peter Frank die Ermittlungen an sich ziehen. Das berichtete »Spiegel online« am Dienstag. Demnach gibt es einen Durchbruch bei den Ermittlungen: Der in Untersuchungshaft sit...


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