Lotse mit helfender Hand

Ein regionales Modellprojekt sorgt nach einem Schlaganfall für Orientierung und koordiniert Anschlusstherapien

  • Von Guido Sprügel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Ein Pfleger überprüft die Messinstrumente bei einem Schlaganfallpatienten in einer Hamburger Klinik.

Manchmal ändert sich das Leben von einem Moment zum nächsten. Was gerade noch leicht von der Hand ging, ist auf einmal ohne Hilfe nicht mehr machbar. Ein Schlaganfall ist in der Regel ein solches Ereignis. Er trifft wie aus heiterem Himmel und stellt das bisherige Leben auf den Kopf. Neben den Sorgen um die Gesundheit kommen auf den Patienten und seine Angehörigen weitere hinzu. Wie geht das Leben danach weiter? Wo erhalte ich Hilfsmittel? Wo konkrete Hilfen? »Unser Sozialsystem ist unglaublich gut ausgestattet, aber eben auch sehr unübersichtlich«, sagt Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. In dem Dschungel sehen selbst Experten kaum noch durch.

Glück im Unglück hat derjenige, den ein solches Ereignis in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) trifft. Dann geht im Idealfall auf einer der Stroke Units genannten Schlaganfall-Spezialstationen im Krankenhaus die Tür auf und ein »Lotse« tritt ...

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