War’s das dann oder gibt’s noch was?

Michael Geiger denkt über eine artgerechte Gesellschaft jenseits des Kapitalismus nach

  • Von Herbert Grießig
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Marx, Engels, Lenin, Mao Tse-tung programmatisieren sie: eine sozialistische Menschenordnung. Und auch Michael Geiger, der in der DDR geboren und aufgewachsen ist, in Leipzig und Berlin studiert und in Koblenz als Professor für Internationales Management gelehrt hat. Er fasst dieses Eisen an, an dem sich bislang nur wenige nach dem Scheitern des »real existierenden Sozialismus« in Europa herangewagt haben. Und versucht es zu schmieden.

Auf den ersten Blick scheint der Autor gar übermütig, wenn er das komplette Cluster des Themas aufgreift und sich systematisch von den Klassikern der Sozialismus-/Kommunismus-Idee über die gescheiterten Versuche ihrer staatlichen Materialisierung, wovon er einen selbst erlebte, hin zu neuen Formen ihrer Umsetzung im Dialog von Geschichts- und Gesellschaftswissenschaft, Anthropologie, Soziologie und Psychologie heranarbeitet. Dabei rüttelt er an herkömmlichen Paradigmen, die ihm sicherlich manchem Widerpar...


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