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Alles wie erwartet

Das Filmdrama »Nome di Donna« erzählt von der Banalität patriarchaler Machtausübung

  • Von Jasper Nicolaisen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Eine alleinerziehende Mutter erhält einen Job in einer kirchlichen Pflegeeinrichtung in Italien. Nach einiger Zeit ruft sie der Direktor unter einem Vorwand zu sich und belästigt sie sexuell. Als die Frau sich öffentlich und juristisch zur Wehr setzt, gerät ein lange erstarrtes Machtgefüge in Bewegung, in dem alle Mitarbeitenden der Institution eine Rolle spielen.

»Nome di Donna« erzählt ruhig, langsam und in unaufgeregten Bildern diese Geschichte, die erschreckenderweise so alltäglich ist, dass es zunächst über diesen Film nicht viel zu sagen gibt. Alles scheint genau so, wie man es erwarten würde, wenn man sich die Grundkonstellation der Geschichte ansieht.

Das Bemerkenswerte tritt erst dann zutage, wenn man sich anschaut, wofür der Film sich Zeit nimmt. Es sind die vielfältigen Beziehungen der Protagonistin, die hier mit Geduld und Blick für das Detail vorgestellt werden. Das Kind in der Schule und der Partner in der Liebesbeziehun...


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