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Die Normalität verabschieden

Rudolf Bahro wurde zu seinen Lebzeiten meist überhört. Die aktuelle Klimabewegung könnte ihn als Vordenker der Sozialökologie wiederentdecken.

  • Von Burkhard Bierhoff
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Bahro macht Front gegen die modisch gewordenen Apokalyptiker,« hieß es 1988 in der »Zeit«. Mittlerweile ist es still geworden um den am 5. Dezember 1997 verstorbenen Sozialökologen Rudolf Bahro. Doch tatsächlich lassen sich aus seinem damals besprochenen Buch »Logik der Rettung« noch heute viele Einsichten zur Klimapolitik gewinnen. In einem gutem Sinne konkret und entlang der damaligen Tagespolitik geschrieben, muss man zwar aus heutiger Sicht das Wesentliche herausdestillieren, doch dann lesen sich seine Kommentare überraschend aktuell.

Bereits auf dem Karlsruher Gründungskongress der Grünen im Januar 1980 beschwor der als DDR-Dissident bekannt Gewordene angesichts der ökologischen Krise eine notwendige Verbindung von rot und grün. Rund fünf Jahre später befand er die Umsetzung in der Partei als unzureichend - und trat aus. Und auch auf dem außerordentlichen Parteitag SED-PDS 1989, wo Bahro seine Ideen vorstellte, fand er kein G...


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