Digital und demokratisch

In Barcelona bedeutet »Smart City«: Mehr Mitsprache für die Menschen. Andere Städte sind dem Beispiel gefolgt.

  • Von Julia Macher
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Auch wenn auf ihrem Bürostuhl im Rathaus Barcelona inzwischen ein anderer sitzt, prägt Francesca Bria immer noch die Netzpolitik der Mittelmeermetropole. Egal, ob es um die städtischen Richtlinien zur »technologischen Souveränität« geht oder die Vorzeigeprojekte Decidim und Decode: Immer wieder stößt man auf den Namen der 42-jährigen Italienerin. Unter der linksalternativen Bürgermeisterin Ada Colau war Bria von 2016 bis 2019 verantwortlich für Technologie und digitale Innovation. Medien aus der ganzen Welt berichteten damals über den Paradigmenwechsel in Sachen Smart City.

Als »smart« gilt demnach nicht mehr eine mit möglichst vielen Sensoren und Gadgets wie Parkplatzfinder oder lichtsensible Straßenbeleuchtung ausgerüstete Stadt. Es geht vielmehr um ein System, in dem die Menschen selbst bestimmen, was ihre Bedürfnisse sind und in dem sie die Kontrolle über ihre Daten behalten. »Technologie ist nur dazu da, uns zu unterstützen«,...


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