Für ein Argentinien ohne Hunger

Kleinbauernverbände hoffen bei agrarökologischer Wende auf mehr Unterstützung durch die neue Regierung

  • Von Martin Ling, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

»Wir leben in einer Gesellschaft, die behauptet, 400 Millionen Menschen ernähren zu können, aber den Hunger von 15 Millionen Armen nicht lösen kann.« Der Satz stammt von Argentiniens künftigem Präsidenten Alberto Fernández und er hat den Anspruch, das Problem zu lösen. Und zwar nach seinem Amtsantritt am 10. Dezember - dem Tag der Menschenrechte - mit dem Plan »Argentina sin hambre« (Argentinien ohne Hunger), dessen Kernpunkte unter anderem die »Verbesserung der Nahrung und der Ernährung« und die »Senkung der Lebensmittelpreise« lauten. Zudem soll Beschäftigung geschaffen und ein nachhaltiges Ernährungssystem von der Produktion bis zum Verbrauch eingeführt werden.

Der Plan »Argentinien ohne Hunger« ist noch Zukunftsmusik, an einer agrarökologischen Wende arbeitet bereits die »Unión de Trabajadores de la Tierra« (UTT), die 16 000 Kleinbauernfamilien in Argentinien vertritt. Darunter finden sich Gemüsebauern und -bäuerinnen ebenso w...


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