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  • Kultur
  • Afrikanische Gesellschaften

Vom Entwickeln und Einwickeln

Der Ökonom Felwine Sarr über afrikanische Denkprozesse und Visionen der Zusammenarbeit

  • Von Ulrike Wagener
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Herr Sarr, Sie stehen den Konzepten von Entwicklung und »Entwicklungshilfe« sehr skeptisch gegenüber. In Ihrem Buch »Afrotopia« sprechen Sie davon, dass die afrikanischen Gesellschaften durch den Kolonialismus und den westlichen Einfluss nicht entwickelt, sondern eher »eingewickelt« wurden. Was meinen Sie damit?

Wenn Sie sich die Etymologie des Worts »Entwicklung« ansehen, bedeutet das, etwas zu entwickeln, das bereits existiert. Sie befinden sich in einer Art »frühem Stadium« und wachsen von dort aus. Etwas ganz anderes ist es, soziale, ökonomische und politische Formen, die nicht im Zuge eigener gesellschaftlicher Dynamiken entstanden sind, einfach zu übernehmen.

Erklären Sie das bitte.

Nach der Unabhängigkeit haben viele afrikanische Staaten versucht, alle Kategorien westlicher Gesellschaften zu übernehmen, ohne die Zeit zu haben, sie zu kritisieren, sie neu zu erfinden. Die Idee von Partizipation kann ganz unterschie...


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