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Spiel mit Grenzen

Um dem Elend zu entfliehen, wollen Bewohner des Flüchtlingscamps Miral in Bosnien-Herzegowina weiter nach Westeuropa.

  • Von Philip Jokić , Robert Putzbach (Texte) und Johanna-Maria Fritz (Fotos)
  • Lesedauer: ca. 10.5 Min.

In Badelatschen und Jogginghose läuft Muhammad Farid in Richtung Camp, vorbei an verfallenen Fabrikgebäuden und brachliegenden Baugrundstücken. Dahinter, etwas weiter im Tal, begrenzen Reifenstapel eine kleine Gokartbahn. Da es keinen Fußweg gibt, läuft Muhammad am Straßenrand, die Autos brettern im Sekundentakt an ihm vorbei. In die entgegengesetzte Richtung sind es nur wenige Kilometer bis zur bosnischen Kleinstadt Velika Kladuša. Auf den Feldern und Parkplätzen sitzen Menschengruppen auf dem Boden, überall liegt Müll herum.

Muhammad läuft langsam und schwerfällig, zu erschöpft sind seine Beine noch von dem langen Marsch einige Tage zuvor. Zum fünften Mal hatte er mit einer kleinen Gruppe Mitstreiter versucht, über die grüne Grenze von Bosnien und Herzegowina nach Kroatien zu gelangen. Nach ein paar Tagen wurden sie von der kroatischen Polizei geschnappt und an die Grenze zurückgebracht, das Spiel war vorbei. Muhammad hatte verl...


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