• Politik
  • Freundschaft im Neoliberalismus

Ziemlich gut

Über die Freundschaft, ihre Privatisierung und ihre Repolitisierung.

  • Von Kathrin Gerlof
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Als das schöne Märchen »Ziemlich beste Freunde« in die Kinos kam, war jenseits des Seh-Vergnügens das Spannendste daran das Wort »ziemlich«. Ein Adverb, das es in sich hat. Es könnte auf Vergangenheit zielen - es gab schon mal was Besseres - oder auf die Zukunft - es könnte noch was Besseres kommen. Ziemlich ist nicht alles. Aber viel.

Fürs Kino sind Freundschaften vor allem dann interessant, wenn sie aus dem vermeintlich Unvereinbaren entstehen. Das Leben aber ist kein Film. Im Leben suchen wir uns Freundinnen und Freunde und wählen dafür nicht unbedingt den vermeintlich erfolglosesten Weg, sie im ganz anderen finden zu wollen. Wir fragen die Gemeinsamkeiten ab, bevor wir uns vielleicht an den Unterschieden erfreuen. Und wenn wir über die Unterschiede reden, dann doch eher im Sinne eines Ausgleichs von Fehlstellen, einer Ergänzung zu dem, was wir nicht sind, aber gern wären, was wir nicht können, aber gern beherrschten, was wir n...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.