Der Angst soll langweilig werden

Psychiaterin Katharina Domschke über die Entstehung von Phobien sowie Möglichkeiten ihrer Behandlung

  • Von Angela Stoll
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Viele Menschen haben Angst vor Spinnen, andere sehen nicht gern Blut. Wann spricht man von einer Phobie?

Grundsätzlich ist Furcht etwas ganz Normales, weil sie eine Alarmreaktion ist, die uns vor gefährlichen Situationen oder Objekten warnt. Wir sprechen dann von einer Phobie, wenn diese Furcht übermäßig häufig auftritt und sehr ausgeprägt ist, wenn ein Patient deshalb bestimmte Situationen vermeidet und Leidensdruck besteht. Die Spinnenangst einer jungen Dame, die sich nur dann äußert, wenn ihr Freund eine Spinne aus dem Keller holt, ist mit wenig Leidensdruck verbunden, weil sie kaum Einschränkungen in Beruf oder Alltag mit sich bringt. Wenn aber ein Tierpfleger im Zoo eine Spinnenphobie hat, dann wird er berufliche Einschränkungen haben. Ähnlich ist es mit der Flugangst: Wenn jemand ungern fliegt, es aber trotzdem tut und Termine im Ausland wahrnehmen kann, dann ist das noch in Ordnung. Krankhaft wird es, wenn etwa ein Außenhan...


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