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Elterngeschenke

Stefan Otto über die Prioritäten der CSU-Familienpolitik

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.

Bayern hat das Krippengeld eingeführt. Eltern, die ihr ein- oder zweijähriges Kind in die Betreuung geben, erhalten künftig 100 Euro. Es ist eine Erweiterung des Zuschusses, den es bereits für über dreijährige Kinder gibt. Das ist der bayerische Sonderweg, um Eltern zu entlasten. Während andere Bundesländer eine Beitragsfreiheit anstreben, zahlt der Freistaat Zuschüsse. Und diese ab Januar in Kraft getretene Leistung passt ganz zum Kurs der CSU. Auf der bevorstehenden Klausur in Seeon wollen die christsozialen Bundestagsabgeordneten ein ganzes Bündel an Maßnahmen beschließen. Es soll etwa eine Pendlerpauschale für den Weg zur Kita geben, der Anspruch auf Elterngeld soll um zwei Monate steigen. Geht es nach der CSU, erhalten Familien vielfältige Geldgeschenke.

An dem täglichen Spagat der Eltern zwischen Beruf und Familie verbessert das aber nicht entscheidend etwas. Denn berufstätige Eltern brauchen nicht unbedingt mehr Zuwendungen, sondern eine Kita um die Ecke, die bis zum Feierabend geöffnet hat. Auch die Arbeitsbedingungen in den Kindergärten sind nur selten gut, weil viele Erzieher*innen fehlen. Um an dieser Situation etwas entscheidend zu verbessern, sind Investitionen nötig. Die Mittel dafür fehlen aber - nicht zuletzt deshalb, weil in der Familienpolitik falsche Prioritäten gesetzt werden.

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